Treuer Projektpartner PHILIPS
spendet Monitoring

Wenn im Herbst 2019 in den Kreißsälen der Krankenhäuser in Tetovo und Kumanovo mehr Neugeborene überleben, ist das auch ein Verdienst von PHILIPS Medizin Systeme Böblingen. Begleiten Sie den Einsatz von zwei ehrenamtlichen PHILIPS Mitarbeitern bei der Installation in Skopje. Wir bedanken uns für diese wertvolle Unterstützung.

 

Drei Tage auf Neostation in Skopje

Drei Tage in einer Intensivstation für Neugeborene haben Alexandru und Horst in eine unbekannte Welt geführt, weg von Großraumbüro und Schreibtisch, ganz in die Nähe von Brutkästen und Beatmungsgeräten. Drei Tage konnten sie unmittelbar die Versorgung von Neugeborenen beobachten und die intensive Arbeit des Pflegepersonals. Drei Tage, in denen sie ihr Fachwissen einbrachten und einfach halfen.

Die beiden Ingenieure von PHILIPS Medizinsysteme Böblingen waren kürzlich als Freiwillige unterwegs in Skopje (Nordmazedonien) und haben technische Unterstützung geleistet. Jetzt kann das Pflegepersonal der Pädiatrischen Universitätsklinik die von Project HOPE bereitgestellte Monitoring Zentrale kompetent bedienen und hat mehr Zeit für die direkte Versorgung von den 14 Frühchen, die rund um die Uhr dringende Betreuung brauchen.

Dank einer großzügigen Gerätespende von Philips waren erst vor einiger Zeit für jeden Brutkasten in der Neo-Station Patientenmonitore eingerichtet worden, zur kontinuierlichen Überwachung aller Vitalfunktionen. Dadurch erhalten Ärzte und Pflegepersonal in jeder Sekunde einen Überblick, wie es den kleinsten Patienten geht und können fundiert Therapiemaßnahmen treffen.

Um die vielen Informationen zusammen zu führen, wurden sämtliche Monitore mit einer Monitoring Zentrale verbunden, wodurch alle einen guten Gesamtüberblick behalten und insbesondere bei Schichtwechsel die Zuordnung der Messparameter erleichtert.

Zu diesem Zweck haben uns die beiden Ingenieure nach Skopje begleitet, wo sie nicht nur die rein technischen Maßnahmen umsetzten, sondern auch für die fachliche Einweisung sorgten. Das manchmal hektische Umfeld in einer Intensivstation stand in krassem Gegensatz zur Tätigkeit im Großraumbüro oder draußen bei Kunden.

Nach drei Tagen bedankten sich Ärzteschaft und Pflegekräfte mit strahlenden Gesichtern für den erfolgreichen Einsatz.

Wir haben Horst und Alexandru nach ihren persönlichen Eindrücken befragt.

Horst Böhnke:

„Ich war mir nicht ganz sicher, was da auf uns zukommen würde. Wir wussten nichts von den Vorkenntnissen des Pflegepersonals und dessen Erwartung an uns. Aber dann gab es eine recht herzliche Begrüßung und wir konnten rasch zur Tat schreiten.

Mich überraschte und beeindruckte die Kompetenz des Pflegepersonals. Alle waren hoch interessiert und engagiert bei der Sache. Aber dennoch standen stets die Neugeborenen im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit, sodass es bisweilen zu abrupten Unterbrechungen kam, wenn z.B. eine Ärztin rasch bei einem kleinen Patienten im Inkubator eingreifen musste.

Ich musste die Einweisung auf Englisch machen, was dann aufgrund von Sprachproblemen etwas mühevoll und mir recht einseitig vorkam. Jedenfalls werden unsere Geräte allesamt sehr hoch eingeschätzt und spielen bei der Pflege rund um die Uhr eine herausragende Rolle. Ich werde diese Eindrücke auf der Neostation nicht vergessen!“

 

Alexandru Panaitescu:

„Im Vorfeld war ich im Zweifel, ob die technischen Voraussetzungen vor Ort überhaupt geeignet sein würden, unsere Monitorzentrale zu installieren. Dann wurde ich überrascht: alles Notwendige war vorhanden, alles gut vorbereitet und gut strukturiert.

Meine Arbeit konnte ich wie geplant durchführen, das System als solches hat funktioniert und das Personal konnte eingewiesen werden. Als IT-Experte hätte ich mir am Ende eine direkte Verbindung zum IT-System der Klinik gewünscht, – sowohl technisch als auch personell. Mir wurde aber gesagt, dass dies dann im nächsten Schritt erfolgen solle.

Vielleicht kann ich dabei nochmal helfen…Denn eigentlich muss nach einiger Zeit unbedingt eine Auffrischung des Gelernten erfolgen!“

Beide lächeln, wenn sie am Ende über das Erlebte sagen:

„Wir freuen uns, dass wir diese Erfahrung in Skopje machen durften, weil es uns wegführte vom Schreibtisch, hinein in die Wirklichkeit, in den Alltag jener Menschen, die nun mit den neuen Geräten die kleinsten Patienten besser versorgen können. Wir würden es gleich wieder machen!“

Project HOPE bedankt sich bei PHILIPS Medizin Systeme Böblingen und bei den Mitarbeitern für diese tatkräftige Unterstützung und für das freiwillige Engagement. Danke für diese drei Tage!

 

Story of HOPE: Besuch bei Anastasia

Kürzlich hat Anastasia ihren ersten Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass haben wir ihr einen Besuch in Tabanovce abgestattet, nicht nur um ein kleines Geschenk abzugeben, sondern auch, um zu sehen, wie sie sich mittlerweile entwickelt hat und wie ihre Eltern das Kinderzimmer eingerichtet haben. 

Wie schon berichtet, hatte es während der Geburt von Anastasia Probleme gegeben, die bei ihr zu ungenügender Atmung und damit zu Sauerstoffmangel führten. Als Folge leidet das kleine Mädchen unter Lähmungen am rechten Arm; auch die Nierenfunktion ist beeinträchtigt.

Dank der Unterstützung einer Spenderin konnte inzwischen Anastasias Zimmer neu gestaltet und babygerecht ausgestattet werden. Als Nächstes sind physiotherapeutische Maßnahmen vorgesehen, um Anastasia bei der Mobilisierung ihres Armes zu fördern. Die Eltern können nicht ganz für die entstehenden Mehrkosten aufkommen. Deshalb werden die notwendigen Ausgaben durch die Zuwendungen der Spenderin zum großen Teil abgeckt.

Zusammen mit der ganzen Familie von Anastasia sind wir dankbar und freuen wir uns über das großzügige Engagement.

Machen Sie doch ebenfalls mit und unterstützen Sie unsere Arbeit! Wir können Sie gerne beraten und sorgen dafür, dass Ihre Hilfe direkt ankommt!

 

Sternstunden Adventskalender

Nachdem Sternstunden mithilfe des engagierten Paten Elmar Wepper über die kleine Anastasia berichtete, durften wir eine spontane und sehr persönliche Hilfe erfahren: Eine anonyme Spenderin hat sich bereit erklärt, das Mädchen monatlich finanziell zu unterstützen, denn es braucht längerfristig Therapiemaßnahmen, die so gefördert werden können. Unsere Projektleiter haben Anastasia und ihre Familie zu Hause besucht und es wurde schnell klar, wie dringend gezielte Hilfe auch in Zukunft benötigt wird. Wir bedanken uns herzlich bei unserer Spenderin!

 

Tabanovce, ein kleiner Ort etwa eine Stunde nördlich von der Landeshauptstadt Skopje, ein Steinwurf entfernt von Serbien. Direkt vor dem Grundstück der Familie von Anastasia liegt ein Transitcamp für Flüchtlinge, zur sogenannten Balkanroute gehörend. Im Hof, den ein löchriger Maschendraht umgrenzt, sind Hühner und Hunde unterwegs. Hier leben Anastasia und ihre Familie, die wir im Februar besuchten, um persönlich Kontakt zu finden und um Anastasia zu sehen.

Während der Geburt hatte es Probleme gegeben, die bei ihr zu ungenügender Atmung und damit zu Sauerstoffmangel führten. Als Folge leidet das kleine Mädchen, inzwischen sieben Monate alt, unter Lähmungen am rechten Arm und einer funktionsuntüchtigen Niere.

Die Eltern sind äußerst dankbar für unsere Unterstützung, denn nun können Einrichtungsgegenstände und Materialien beschafft werden, die die Behandlung fördern und sich auf die weitere Entwicklung von Anastasia positiv auswirken. Mit dem großen Teddybär haben wir schon mal einen kleinen Anfang gemacht. Wir werden weiter über den Fortgang berichten.

 

 

 

Story of HOPE: UKB ermöglicht erste Hospitation

Dr. Besa Demiri (Fachärztin in der Geburtsklinik Mother Teresa, Skopje) konnte im Rahmen einer dreimonatigen Hospitation in einem modernen und kompetenten Umfeld ihr Wissen vertiefen: In der Abteilung Pränatalmedizin & Geburtshilfe von Prof. Ulrich Gembruch, Universitätsklinikum Bonn, nahm sie an einem Fortbildungskurs teil, den sie mit einem Zertifikat erfolgreich abschloss.

Lesen Sie selbst, was sie darüber sagt.

Was konnten Sie während der Hospitation lernen?

Meine Vorkenntnisse lagen in der grundlegenden Technik des Schallens, d.h. die basische fetale Biometrie. Durch den intensiven und fokussierten Einsatz in der UKB habe ich täglich neue Details in einem Ultraschallbild feststellen können und gelernt, was sie bedeuten. In der Abteilung waren außerdem viele Gastärzte anderer Kliniken in der Fortbildung, sodass man sich gut fachlich austauschen konnte. So hat mein Wissen durch diesen Einsatz förmlich einen Quantensprung gemacht, was mich sehr zufrieden macht.

Was haben Sie darüber hinaus erfahren?

Zunächst habe ich die anfänglichen Berührungsängste überwunden. Immer wieder wurde ich aufgefordert, durch die praktische Arbeit sicherer zu werden, Routine zu gewinnen und so mein Wissen zu vertiefen. Zudem bekam ich Einblicke in Abläufe und Prozesse einer großen gynäkologischen Abteilung, deren Arbeit durch IT-Systeme und -Tools spürbar erleichtert wird. Dadurch verbringt man viel weniger Zeit mit „Schreibkram“. Anamnese und Diagnose, zum Beispiel, werden vereinfacht und erlauben eine rasche und fundierte Dokumentation und Planung.

Wie werden Sie Ihr Wissen in Ihrer Klinik in Skopje einsetzen können?

Ich werde die Aufgabe eines Trainers übernehmen, in dem ich die Kolleginnen und Kollegen an meinem Wissen teilhaben lasse, damit wir insgesamt bessere Ergebnisse bei den Ultraschall-Untersuchungen erzielen. Wir müssen Risikoschwangerschaften frühzeitiger erkennen und entsprechend handeln!

Mit Hilfe von Project HOPE haben wir hochmoderne Ultraschallsysteme erhalten, die wir nun effizient einsetzen können. Eine optimale Ausstattung, gepaart mit gezielter Fortbildung, bringen uns jetzt einen großen Schritt voran!

 

 

 

Story of HOPE: Erste Schritte für eine reduzierte Säuglingssterblichkeit in Nordmazedonien

Zu Jahresbeginn wurden im Rahmen des aktuellen Großprojektes PeriMAC die ersten wichtigen Schritte getan. Hervorragende Unterstützung hatten wir in zwei freiwilligen Helfern, Daniel Kaiser (Philips) und Hans Gouw (ehemals bei Oldelft). Beide Ingenieure waren über viele Stunden damit beschäftigt, die gelieferten Gerätschaften zu installieren und zu konfigurieren. Dann galt es noch, das Klinikpersonal mit den neuen Systemen vertraut zu machen, damit sie alsbald optimal eingesetzt werden.

Lesen Sie, was Daniel Kaiser über dieses Erlebnis berichtet.

Wie hast Du von Project HOPE gehört?

Unser Abteilungsleiter reichte Ende letzten Jahres ein Mail vom Projektleiter Achim Eckert weiter, der dringend nach Helfern suchte, um in der Universitätskinderklinik und in der Frauenklinik Skopje die neuesten Patientenmonitore zu übergeben. Das umfasste die Installation, die Konfiguration und die Einweisung des Klinikpersonals sowie das zugehörige Drumherum…

Was hat Dich zur freiwilligen Hilfe animiert?

Durch meine Tätigkeit in R&D kannte ich bisher schon eine Reihe von Kliniken in Westeuropa und in den USA. Mit der Perspektive Mazedonien bot sich nun etwas völlig Neues. Gewiss, da war zunächst schon die persönliche Neugier, einmal die Realität in einem weniger entwickelten Land kennenzulernen, wieder etwas Kundennähe zu erleben, einfach mal weg vom reinen Schreibtischjob. Da war aber auch mein Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun, mich persönlich und direkt einzubringen durch ein wenig soziales Engagement.

Was hast Du in Skopje erlebt?

In dieser einen Woche bin ich sehr vielen offenen und freundlichen Menschen begegnet, die sich aufrichtig über die neue Ausstattung gefreut haben. Sie kämpfen ja ständig mit den eingeschränkten Verhältnissen und stoßen auf viele Hindernisse, hervorgerufen durch komplizierte Vorschriften, Prozesse und Abläufe. Defizite in der Finanzierung und offensichtliches Missmanagement machen ihre Arbeit nicht einfach.

Zum Beispiel wurde im letzten Jahr die Intensivstation der Universitätskinderklinik komplett renoviert. An den Wänden sind Medienschienen angebracht und es gibt drei Deckenampeln. Doch leider war es nicht möglich, unsere Patientenmonitore zu installieren, weil die entsprechenden Montageschienen fehlten. Sie waren bei der Planung einfach übersehen worden. Zusammen mit dem Klinikpersonal konnte ich alle Patientenmonitore konfigurieren, musste sie aber zunächst wieder in die Kartons packen, bis in den kommenden Wochen die Wandschienen angebracht werden.

In der Geburtsklinik „Mother Teresa“ war es ganz anders: da wurden nach der Einweisung der Mitarbeiter die Monitore mit der Standardkonfiguration auf vorhandene Konsolen gestellt – fertig. Zugegeben, ganz so einfach war’s nicht, weil ein Teil der EKG Kabel nicht kompatibel war und Schläuche für die Blutdruckmanschetten fehlten.

Die Einweisung der Mitarbeiter war eine Herausforderung, da dies im laufenden Betrieb geschah, das Personal immer wieder etwas zu tun hatte und es zwischendurch auch medizinische Notfälle gab. Dann musste ich eben oft mit anderem Personal weitermachen, je nachdem wer gerade da war.

Was hat Dich überrascht?

Wie schwierig doch die Arbeitsbedingungen sind, und wie es alle schaffen, die Frühgeborenen über die Runden zu bringen! Zum Beispiel war die Druckluftversorgung nicht in Ordnung, die man zum sicheren Betrieb von Beatmungsgeräten braucht: einer von zwei Kompressoren war defekt, der zweite lieferte ungenügend Druck. Dies führte dazu, dass auf der Intensivstation ununterbrochen ein Alarm ausgelöst wurde, der sich nicht abstellen ließ. Und das ist ein so lauter, penetranter Ton, dass ich mich frage, wie man so arbeiten kann.

Welche Eindrücke hast Du mit heimgenommen?

Ich glaube, das Personal arbeitet wirklich professionell und ist engagiert und mit Herz bei der Sache. Schade, dass sie unter den Missständen leiden und dass an vielen Stellen der Mangel verwaltet wird. Ich bezweifle, dass es nur am Geld alleine liegt. Mir wurde gesagt, dass zur Beschaffung von Ersatzteilen oder für die Beauftragung des Kundendienstes eine Ausschreibung gemacht werden muss. Das ist wirklich kontraproduktiv weil es ein monatelanger Prozess ist, und wäre bei uns nicht vorstellbar.

Würdest Du wieder mitmachen?

Auf jeden Fall, zu jeder Zeit! Die Erfahrung dieser einen Woche war für mich sehr wertvoll! Es war ja eine Win-win-Situation: ich habe gewonnen, weil ich die reale Situation in einem Land außerhalb von Westeuropa und den USA erleben konnte. Es war ein Nutzen für die Klinik, weil moderne Geräte dort Dienst tun, die Arbeit erleichtern und dazu beitragen, die Verhältnisse für Mutter und Kind zu verbessern.

Ich empfehle jedem, offen zu sein für solche Aufgabenstellungen und einmal mitzumachen, wenn Project HOPE Unterstützung vor Ort braucht. Es lohnt sich wirklich!

 

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