Story of HOPE: Bălți Neonatal-Team erhält Fortbildung an der VUmc Amsterdam

Drei Mitarbeiterinnen der Neonatologie der Geburtsklinik Bălți betraten im November 2014 absolutes Neuland. Für eine Woche waren sie nach Amsterdam eingeladen, wo sie im Medizinischen Zentrum der Freien Universität (VUmc) unter Anleitung von Prof. Lafeber an einer Fortbildung teilnahmen.

Dabei schauten sie ihren Kolleginnen und Kollegen der Frühgeborenen-Abteilung über die Schulter, aber neben der Theorie wurde natürlich auch praktisches Mitmachen geboten. Das Bălți-Team zeigt große Begeisterung über die Trainingswoche an der VUmc. Wir haben Maria Tap und Ludmila Bujor zu ihren Eindrücken befragt.

Wie hat sich der Besuch in der VUmc Amsterdam ergeben?

„Nachdem wir von Project HOPE die ersten Fetalmonitore erhalten hatten, war uns bewusst, dass wir uns im Geburtshilfebereich weiterbilden wollen. Das heißt, über den reinen Umgang mit den Geräten hinaus auch die Pflege der Neugeborenen, und hier speziell die Frühgeborenen, betreffend. Da hat uns Project HOPE die Möglichkeit eröffnet, eine Woche in der VUmc zu arbeiten. Als Dreierteam haben wir dann im November 2014 vor Ort den Klinikalltag erlebt.“

Wie sah dieser Klinikalltag aus?

„Wir waren eingebunden im dortigen Team der Neonatologie unter der Leitung von Prof. Dr. Lafeber und haben verschiedene Sachgebiete näher kennengelernt. Dazu gehörten unter anderem die CPAP Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure [kontinuierliche Überdruckbeatmung]), Hörscreening, Ultraschall in der Neonatologie, und Kinder Radiologie. Wir haben selbstverständlich auch viel Zeit in der Entbindungsabteilung und in der Pädiatrie zugebracht.“

Welche Eindrücke bringen Sie nach Bălți mit?

„Sicherlich, das Arbeiten in einer Uni-Klinik ist keinesfalls mit dem Betrieb unserer Geburtsklinik in Bălți vergleichbar! Dies war uns von Anfang an klar. Aber wir sind mit großer Neugier und mit regem Interesse zur VUmc gereist, weil wir einfach mal ganz weit über den Tellerrand schauen konnten. Zu erfahren, wie einerseits das Umfeld einer Uniklinik aussieht und wie man andererseits die Pflege in der Neonatologie in einem westlichen Land betreibt, war sehr spannend. Wir fühlten uns dort gut aufgehoben und wurden von unseren Kolleginnen sozusagen an die Hand genommen.“

Was bedeutet die Fortbildungswoche für Ihre Neo-Abteilung daheim in Bălți?

„Wie immer bei solchen Unternehmungen, dauert es eine Weile bis die Eindrücke verarbeitet sind. Man kommt aus einer anderen Welt zurück und fragt sich: „Und jetzt?“. Zunächst haben wir unserem gesamten Neo-Team berichtet, damit sich keiner „außen vor“ fühlte. Dann haben wir kleine Vorträge zu den jeweiligen Fachgebieten bzw. Anwendungen gehalten und festgelegt, wo wir auf welche Weise bestimmte Verbesserungen in unseren eigenen Abläufen durchführen wollen. Darüber hinaus haben wir Auffrischungskurse eingeführt, um die Nutzung von vorhandenen Geräten effizienter zu machen. Und wir werden jetzt öfter um Rat gefragt, wenn es um Pflegeplanung geht oder bei der Anschaffung von neuen Geräten.

Insgesamt sind wir schon stolz, dass wir diese Zeit an der VUcm verbringen konnten, um unsere eigene Kompetenz zu stärken. Dies wiederum erleichtert die Arbeit in Bălți und hebt die Motivation im gesamten Team. Vielleicht ergibt sich auch für andere Kolleginnen in naher Zukunft die Chance, solche Einblicke außerhalb Moldawiens zu erhalten. Dadurch gewinnen nämlich alle: das Personal, die Klinik und nicht zuletzt Mutter und Kind!“

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