Landesweites Fortbildungsprogramm
in Mazedonien

Medizinische Geräte sind nicht das alleinige Mittel zum Erfolg von PeriMAC. Die Menschen – das Fachpersonal in den Kliniken und in den Arztpraxen – müssen in ihrem täglichen Einsatz immer wieder beurteilen, ob das ungeborene Kind oder die Mutter in Gefahr sind und was daraufhin zu unternehmen ist. Damit die entsprechenden Kenntnisse stets auf dem neuesten Stand sind, ist eine kontinuierliche Vermittlung von Wissen und Erfahrung erforderlich.

Deshalb hat Project HOPE in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium und der Ärztekammer ein umfangreiches Fortbildungsprogramm auf den Weg gebracht. Mit Hilfe von Experten vom Medizinischen Zentrum der Freien Universität Amsterdam (VUmc) wurden im November 2017 landesweit rund 300 mazedonische Ärzte, Hebammen und Kinderkrankenschwestern geschult. Prof. H. Lafeber (Neonatologe), Prof. H. van Geijn (Gynäkologe) sowie Frau N. Lafeber (Ausbilderin Neonatalogie) haben diese Aufgabe übernommen. 

Es ging dabei u.a. um den korrekten Einsatz von Fetalmonitoren und Ultraschallsystemen während Schwangerschaft und Geburt, um künstliche Ernährung bei Frühgeborenen und um richtige Wiederbelebungsmaßnahmen.

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Weiterbildung als wichtiger Faktor
für nachhaltigen Erfolg  

Im Rahmen von PeriMAC spielen Weiterbildung und intensiver Wissens-und Erfahrungsaustausch eine wesentliche Rolle. Dr. R. Muratovska und Dr. A. Sofianova von der Neugeborenen Intensivstation der Universitätsklinik für Kinderheilkunde in Skopje sowie Dr. I. Martinovska, Kinderärztin des Mutter Teresa Krankenhauses für Gynäkologie und Geburtshilfe in Cair/Skopje, konnten im März an einer intensiven Fortbildungswoche an den Universitätskliniken in Amsterdam und Rotterdam teilnehmen.

Ziel der Fortbildung war es, erfahrenen Ärzten aus Mazedonien tieferen Einblick in ausgewählte Themen der Neonatologie zu gewähren, sodass sie ihrerseits Ausbilder für das Personal ihrer Krankenhäuser werden können.Dabei ging es in erster Linie um Themengebiete, die speziell die Pflege von Frühgeborenen betreffen, wie künstliche Ernährung (TPE), Kühlung von Neugeborenen nach Sauerstoffmangel und Hörscreening. 

Nicolien Lafeber, Intensivschwester für Säuglingspflege und anerkannte Lehrkraft der Atemwegspflege im Amsterdam Medical Center und der Amstel Academy Amsterdam, und
Prof. Dr. Harrie Lafeber schulten die Ärztinnen aus Mazedonien während ihres Aufenthaltes. Weitere Unterstützung gab es von Sandra Prins, Neonatologin mit großer Erfahrung beim Kühlen von Neugeborenen nach Sauerstoffmangel. 

Bei einem weiteren Thema ging es um die schwierige Aufgabe der Infektionskontrolle und -prävention: Infektionen sind auch heute noch ein enormes und häufig lebensbedrohendes Problem weltweit, nicht nur für Neugeborene. Dazu werden nun ganz klare Abläufe festgelegt und umgesetzt. Die Durchführung von Hörscreenings bei Neugeborenen ist noch neu in Mazedonien. Ziel ist es, das gesamte Personal der beiden Krankenhäuser in Skopje innerhalb der nächsten sechs Monate zu schulen, um die professionelle Verwendung der hochmodernen Geräte sicherzustellen, die zu diesem Zweck gespendet wurden.

Dr. Sofianova und Dr. Muratovska nahmen zusätzlich an einem „Master Class“-Kurs für künstliche Ernährung (TPE) teil. Dies ist ein weiterer wichtiger Bereich der neonatalen Pflege, den das PeriMAC Programm in der Universitätsklinik für Kinderheilkunde im Fokus hat, auch im Hinblick darauf, aus dieser Klinik eines der beiden „Centers of Excellence“ für Perinatal Medizin in Skopje zu machen.

Mit gleichem Nachdruck werden neue Protokolle und Verbesserungsmaßnahmen in der Patientenpflege im Mutter Teresa Krankenhaus für Gynäkologie und Geburtshilfe in Cair/Skopje eingeführt, dem zweiten „Center of Excellence“ in Skopje.


 

Hilfe, die ankommt!

Gefördert durch eine großzügige Geldspende von Sternstunden e.V. und mitgetragen durch Toshiba Medical konnte Project HOPE die ersten Ultraschallsysteme nach Skopje liefern. Dort erhielt das Personal der Geburtsklinik Mother Teresa nicht nur die erste Einweisung, sondern auch ein Vertieftes Anwendertraining. Die Freude über die neuen Geräte ist sehr groß, was sich in den Aussagen der Mitarbeiter widerspiegelt. 

Dr. Ismaili hat mitgeteilt, dass seit Beginn der Einbeziehung seiner Klinik in das PeriMAC-Programm, die Anzahl der Geburten um 20% gestiegen ist. Wir freuen uns, dass wir helfen können, die Situation vor Ort zu verbessern. Machen auch Sie mit und werden Sie Förderer oder Mitglied bei Project HOPE e.V. Wir versichern: Ihre Hilfe kommt an!


Erste Schritte für eine reduzierte Säuglingssterblichkeit in Mazedonien

Im Rahmen unseres aktuellen Großprojektes PeriMAC wurden die ersten wichtigen Schritte getan! Auf dem Weg zur Entwicklung zu perinatalen Kompetenzzentren haben wir das University Children Hospital Skopje (UCHS) sowie die Geburtsklinik Mother Teresa in Skopje mit modernen medizinischen Geräten im Gesamtwert von nahezu € 300.000,- ausgestattet!

Die UCHS erhielt unter anderem 14 Patientenmonitore, ein digitales Röntgengerät und über ein Dutzend Infusionspumpen für die Neonatal-Intensivstation, die soeben vollständig renoviert wurde. Diese Ausrüstung sowie zusätzliche Modernisierungsmaßnahmen werden mit dazu beitragen, dass die schwierigen Fälle der Frühgeborenen gezielter behandelt werden können und diese eine bessere Chance auf ein unbeschwertes Leben erhalten.

Die Geburtsklinik Mother Teresa kann sich über drei Patientenmonitore, Infusionspumpen und weiteres Zubehör freuen, das bei Müttern mit Risikoschwangerschaften für eine sichere Geburt sorgen soll.

Hervorragende Unterstützung hatten wir in zwei freiwilligen Helfern, Daniel Kaiser (Philips) und Hans Gouw (ehemals bei Oldelft). Beide Ingenieure waren über viele Stunden damit beschäftigt, die gelieferten Gerätschaften zu installieren und zu konfigurieren. Dann galt es noch, das Klinikpersonal mit den neuen Systemen vertraut zu machen, damit sie alsbald optimal eingesetzt werden.

Lesen Sie selbst, was Daniel Kaiser über dieses Erlebnis berichtet. 

Wichtiger Bestandteil von PeriMAC ist ein umfassendes Trainingsprogramm für Ärzte und Pflegepersonal aus dem Bereich der Neonatologie und Gynäkologie. Denn nur durch vertiefende Fortbildung wird sich mittelfristig ein anhaltender Erfolg bei der Bekämpfung von Säuglingssterblichkeit einstellen. Dieses Training ist inzwischen in enger Zusammenarbeit mit der Freien Medizinischen Universität Amsterdam ausgearbeitet worden. Gleichermaßen werden Hospitationen für Ärzte in der Universitätsklinik in Bonn durchgeführt mit dem Ziel, dass die geschulten Mediziner daheim in Mazedonien das Gelernte weitergeben („Train the Trainer“). Dadurch stellt PeriMAC ein ganzheitliches Programm dar: moderne Ausstattung gepaart mit gezielter Weiterbildung.

Inzwischen wurde zwischen Project HOPE e.V. und dem Gesundheitsministerium eine schriftliche Vereinbarung getroffen (Memorandum of Understanding). Darin werden u.a. dokumentiert die geplanten Phasen des PeriMAC Programmes, die beiderseitigen Aufgaben und die entsprechenden Rahmenbedingungen. Dies unterstreicht die Bedeutung von PeriMAC für das gesamte Land und wir freuen uns, dass wir dazu beitragen können. Helfen Sie uns mit bei dieser grandiosen Aufgabe und steuern Sie Ihren Beitrag bei, durch direkte Spenden oder durch Ihren persönlichen Einsatz!

 


Erstes "PeriMAC" Training sehr erfolgreich

Ende 2016 fanden ersten Schulungen des Klinisches Personal vom University Children Hospital Skopje (UCHS) in der Freien Universität Amsterdam (VUmc) im Bereich Neonatologie statt. Schwerpunkt dabei war die künstliche Ernährung von Frühchen, Reanimation und die Stärkung der Überlebensfähigkeit.

Außerdem wird eine Delegation mit Vertretern des Gesundheitsministeriums, Experten vom UCHS und Mother Teresa Hospital Skopje sowie Mitarbeiten von Project HOPE bei Partnerkliniken in Amsterdam und Bonn Einblicke in die dortigen Arbeitsweisen und Abläufe erhalten. Aufbauend auf diesen Erfahrungen wird das vorgesehene Programm gestaltet und umsetzt.

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